Da ein Tag zum Besuch von Christchurch völlig ausreicht (auch im „Normalzustand“), sind wir am nächsten Tag mit unserer Rundreise gestartet. Zunächst machten wir aber einen Stop an der Gondel in der Nähe von Christchurch. Mit der Gondel kann man bis auf 945 Meter hoch fahren und hat einen wunderschönen Blick über Christchurch, den Hafen von Lyttelton und das Meer. An guten Tagen kann man von dort oben sogar die Berge sehen – wir aber leider nicht. Dort oben gibt es auch einen Time Tunnel, der die Entstehung der Gegend und die Besiedlung durch die Europäer schildert. Die Fahrt mit den kleinen Bahnen (ähnlich wie in der Geisterbahn 🙂 ) dauert vielleicht 10 Minuten, ist kostenlos und recht interessant.

Christchurch Gondel 1 Christchurch Gondel 3 Christchurch Gondel 2

Auf dem Weg von Christchurch nach Glentanner sieht man sehr viel „Nichts“. Die Straße scheint endlos lang und es überkommen einen die erste Zweifel, ob das mit der tollen, neuseeländischen Landschaft eher ein Mythos anstatt Realität ist.

Nach ca 2,5 Stunden kommen aber die ersten Hügel und ein wenig später erscheinen die schneebedeckten Gipfel der südlichen Alpen. Der Straßenrand ist voll von wunderschönen Blumen, die in allen möglichen Farben leuchten.

Fahrt zum Mt Cook

Der State Highway 8 führt einen automatisch am Lake Tekapo vorbei. Hier steht die recht bekannte „Church of the Good Shepard“, die man mit Glück ohne einen der unzähligen Asiaten hier fotografieren kann.

Church of the good shepard

Wenig später taucht am rechten Straßenrand dann endlich der Lake Pukaki auf. Wunderschön, grün-blau leuchtend, da er von Gletscherwasser gespeist wird. Am Ende des Sees sollte eigentlich der Mount Cook (Aoraki) mit seinen majaästetischen 3.754 Meter Höhe thronen. Leider hat er sich extra für uns hinter dicken Wolken versteckt.

Lake Pukaki

Am Information Centre an der Südspitze des Sees gibt es übrigens eine Shop in dem man ganz frischen Lachs aus der Region kaufen kann – seeehr lecker!!!

Lake Pukaki Salmon Shop

Ca. 35 km nördlich von dort ist das Glentanner Park Centre Link, ein Campingplatz, der auch kleine Hütten vermietet. Eine davon haben wir für eine Nacht bezogen und mussten feststellen, dass die Wände extrem dünn sind. Auf der einen Seite hat uns die chinesische Großfamilie wach gehalten und auf der anderen Seite morgens das Kleinkind geweckt. Manchmal muss man einfach Glück haben.

Von dort aus sind es noch ca 20 Minuten Fahrt bis zum Mt. Cook Village. Dort gibt es noch ein paar weitere Unterkünfte, wie z.B. das angeblich berühmteste Hotel in NZ – das Hermitage. Ist nicht ganz günstig, aber bietet bei tollem Wetter einen schönen Blick auf Mt. Cook. Bei schlechten Wetter nützt einem das aber auch nichts. Hier, nördlich des Lake Pukaki hat man einen sehr schönen Blick auf das Tal und den See.

Lake Pukaki von Norden

In dem Hotel ist eine Ausstellung über Sir Edmund Hillary, dem ersten Mann auf dem Mt Everest, und ein Observatorium. Der Besuch hat sich wirklich gelohnt und war sehr interessant, auch wenn wir uns hinterher wie kleine Micro-Bakterien in unserem Universum gefühlt haben….

Die Region um den Mt. Cook ist bei Nacht eine der dunkelsten der Erde, deshalb auch die Sternguckergeschichte dort. Bei klarem Himmel sieht man dort Sterne, die man sonst nirgendwo sehen kann. Leider war auch dieses Spektakel nicht vergönnt – wir haben trotzdem ein paar schöne Bilder gemacht!

Lake Pukaki bei Nacht 2 Lake Pukaki bei Nacht