Vom Abel Tasman Park sind es ca 2,5 Stunden bis zur Fähre nach Picton, welche uns in 3,5 Stunden auf die Nordinsel brachte. Die Fähren sind etwas in die Jahre gekommen, das Essen an Bord ist furchtbar, es gibt kaum Fenster und die Sitze sind wie im Flugzeug angeordnet. Während der Fahrt werden Actionfilme gezeigt, was anscheinend selbst die Eltern der zusehenden Kinder nicht stört. Zum Glück hörte es irgendwann auf zu regnen und sogar die Sonne ließ sich blicken, sodass wir 2 Stunden an Deck aufs Meer blicken konnten.
Ferry Bluebridge
In der Hauptstadt Wellington haben wir für 2 Nächte ein Apartment im Grand Mercure Central City Link gemietet. Aus dem 15. Stock hatten wir einen schönen Blick auf den Hafen.
Wellington View Mercure City Apartments
Da es mal wieder regnete – anscheinend wie immer in NZ – beschlossen wir am nächsten morgen die vielfach beworbene Dress-Smart Mall Link aufzusuchen. Das kann man sich nicht nur aufgrund der Größe sparen. Was Mode angeht ist NZ irgendwie zwischen 1987 und 1995 stehen geblieben. Auch die Qualität lässt ein wenig zu wünschen übrig.
Ebenfalls außerhalb der Stadt kann man die Wellington Fault Line sehen. Hier treffen die Asiatische, die Australische und die Pazifische Kontinentalplatte aufeinander. Hierzu fährt man in Upper Hutt den California Drive entlang – eine Straßenseite ist bereits ein wenig höher als die andere. Im California Park sieht man die Kante schon ganz gut. Ausserdem stehen hier Messpfeiler. Auf der anderen Seite des Flusses ist der Hartcourt Park. Nicht nur die Fault Line ist zu sehen – der Park diente auch als Drehort für die Gärten von Isengard in Herr der Ringe.
Wellington Fault Line Hartcourt Park Wellington Fault Line California Drive Wellington Fault Line California Park 2 Wellington Fault Line California Park
Zurück in der Stadt sind wir ein wenig durch die Straßen gebummelt. Leider war Sonntag und nur die Läden an der Willis Street geöffnet. Wellington ist auch kein Shopping Paradies, so dass wir irgendwann trotz des schlechten Wetters mit dem Cable Car gefahren sind. Die Fahrt dauert nur ein paar Minuten. Am oberen Ende der Strecke ist der Botanische Garten, welcher bei schönen Wetter sicherlich einen Besuch wert ist. Natürlich ist der Blick über die Stadt von dort auch sehr gut! Es gibt ein kleines, kostenloses Cablecar Museum, welches wirklich interessant war und ein wenig die Historie schildert.
Wellington Cable Car 1 Wellington Cable Car 2 Wellington Cable Car 3 Wellington View Botanical Garden Wellington Cable Car traditional 2 Wellington Cable Car traditional 1 Wellington Cable Car Technik
Der Flughafen in Wellington ist auch recht witzig. Er liegt nicht nur direkt am Wasser, sondern auch Mitten im Wohngebiet und der Tower steht an einer normalen Straße zwischen den Wohnhäusern. Das ganze Hobbit und Herr der Ringe Thema ist hier wirklich präsent, sogar der Flughafen trägt einen Schriftzug „Middle of Middle Earth“, welcher irgendwie richtig treffend ist 🙂
Wellington Airport Wellington Airport Tower
Für ein Abendessen können wir unbedingt das „Two Souls“ Link empfehlen – das bisher beste Essen in ganz NZ!
Fazit: Wirklich viel konnten wir Wellington nicht abgewinnen. Die vermeintlich „coolste kleine Hauptstadt der Welt“ ist aber aufgrund der Fähre zwangsläufig wohl ein Muss für jeden, der beide Inseln besuchen möchte.