Die kurvige Fahrt von Punakaiki war wirklich schön. Sie führt an vielen kleinen Seen vorbei durch die umliegenden Hügel. Ausnahmsweise hatten wir sogar gutes Wetter und konnten den Ausblick genießen.

SH6

Unsere Unterkunft für 2 Nächte lag in Motueka. Das Avalon Motel (Link) ist sehr neu und sehr gut ausgestattet. Eine Unterkunft in Marahou oder Kaiteriteri ist zwar näher am Abel Tasman Nationalpark, aber zur Hauptsaison auch schwer zu bekommen. Motueka ist eine gute Alternative!

Am östlichen Ende des Nationalparks steht der Split Apple Rock im Wasser – ein runder Granit, der aus irgendwelchen Gründen genau in der Mitte geteilt ist. Man kann mit dem Auto bis zu einem Parkplatz fahren. Von dort aus sind es noch gute 10 Minuten bis zu dem Strand, wo man ihn gut sehen kann. Aber man fährt auch mit dem Water Taxi des Nationalparks hier vorbei.

Abel Tasman Split Rock 

Da der Tag noch lang war, beschlossen wir, den Highway 60 bis zur Golden Bay entlang zu fahren. Die Golden Bay liegt am westlichen Ende des Nationalparks und vom Highway aus hat man schöne Ausblicke über den Nationalpark und zur anderen Seite. An der Golden Bay selbst gibt es aber auch nicht viel mehr zu sehen…

Abel Tasman Highway View 1 Abel Tasman Highway View 2

Auf der Passhöhe kann man in die einzige Straße des Nationalparks einbiegen. Diese führt zu den Canaan Downs an denen nicht nur nette Camping Stellen sind, sondern auch ein Teil der Herr der Ringe Trilogie (Chetwald auf dem Weg nach Bree) gedreht wurde.  Auf dem Rückweg nahmen wir diese extra km auf uns (ca 35??) und konnten die Fläche und den Wald in der Dämmerung bewundern, was besonders schön war, denn es breitete sich ein wenig Bodennebel aus.

Abel Tasman Canaan Downs 2 Abel Tasman Canaan Downs 1

Am nächsten Morgen sind wir dann nach Marahau gefahren. Hier starten die Abel Tasman Water Taxen. Da das Wasser hier bei Ebbe sehr weit zurückgeht, sahen wir viele Boote, die trocken gelaufen waren!  

Abel Tasman Boats

Auch das „Taxiunternehmen“ hat sich deshalb etwas Lustiges einfallen lassen: Alle Passagiere setzen sich vor dem Bürogebäude in die Boote, welche mit Traktoren zum Strand und ins Wasser gefahren werden – allein das ist schon ein cooles Erlebnis!

Abel Tasman Water Taxi

Man entscheidet sich vorher, wo man abgesetzt werden möchte und wo man wieder eingesammelt werden soll. Eine Wanderung durch den gesamten Park dauert 3-5 Tage. Das schönste Stück ist angeblich zwischen Torrent Bay und Bark Bay und dauert ca 2,5 Stunden. Für diesen Abschnitt haben wir uns auch entschieden. Der Nachteil hier ist, dass man quasi IM Wasser abgesetzt wird – und das etwa bis zum Oberschenken. Unsere Jeans hat uns dementsprechend für den Rest des Tages schön gekühlt 🙂

Die Strände im Park sind wirklich schön und das Wasser ist richtig Türkis. Zwischen Weihnachten und Neujahr ist auch hier Hochsaison und es kommen einem mehr Leute entgegen, als in so mancher Kleinstadt hier. Lustiger Weise hört man auch zu 80% Deutsch – weshalb wir zu der Schlussfolgerung kamen, dass wir wohl eher auf Mallorca als in Neuseeland sind…

Abel Tasman Torrent Bay

Zwischen den beiden Buchten gibt es eine Hängebrücke, die von max 5 Personen gleichzeitig betreten werden darf. Ansonsten sieht man viele Bäume und Farne und hat hier und da einen schönen Ausblick auf die Strände.

Abel Tasman Bridge Abel Tasman Walk Abel Tasman Walk View

In Bark Bay konnten wir dann noch am Strand entspannen und zum Glück war uns an diesem Tag auch ein wenig Sonne vergönnt (ca. 23 Grad), sodass wir uns teilweise sogar in den Schatten legen mussten.

Abel Tasman Bark Bay Abel Tasman Water Taxi back

Was wir nicht verstanden haben: Es gibt nur eine Straße vom Süden bis in die Mitte des Parkes – die Küste und die Strände lassen sich nur mit dem Boot erreichen. Trotzdem gibt es neben den Campingplätzen aber einige Privatgrundstücke, wiederum aber keine Cafes oder Restaurants. Alles was man also im Park trinken oder Essen möchte, sollte man dabei haben. Auch verstanden haben wir nicht, weshalb es möglich ist, dass in einem so geschützten Nationalpark private Gebäude oder Grundstücke zu finden sind. 🙂

Am Abend gab es dann noch einen wunderschönen Sonnenuntergang!

Abel Tasman Sunset

Fazit: Bei schönem Wetter lohnt sich ein Tagesausflug in den Abel Tasman Park. Mit ausreichend Verpflegung kann man nach einer Wanderung die schönen Strände genießen, bevor man vom Wassertaxi wieder eingesammelt wird. Alternativ werden auch Kajak-Touren angeboten.

 

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